Kammerkonzert

KammerkonzertKammerkonzert mit anspruchsvollem Programm
Die Aula des Johann- Christian-Reinhart- Gymnasiums wird zum Konzertsaal. Schüler präsentieren ihr Können – von Klassik bis Pop.Facettenreich und musikalisch anspruchsvoll war das Kammerkonzert der Schüler des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums in Hof in der Schulaula. Akteure aus mehreren Jahrgangsstufen spielten solistisch und in kleinen Ensembles. Zu hören waren Stücke aus mehreren musikalischen Stilepochen mit Ausflügen in den Rock-Pop-Bereich, sodass an diesem Abend in ganz unterschiedlichen Besetzungen Werke von Bach bis Beethoven, von George Michael bis Dietmar Ungerank erklangen.

Der stellvertretende Schulleiter Thomas Stelzer dankte den Zuhörern, dass sie durch Nebel, Nässe und Dunkelheit in die Schule gefunden hatten. Er versprach – nach dem Konzert werde die Kälte aus den Gliedern verschwunden sein und der Wärme im Herzen Platz gemacht haben. Seit Jahren gibt es das Kammerkonzert der Reinhart-Schüler mit Gästen. Dafür wird in der Aula ein Bühnenbereich aufgebaut, den die Interpreten mit ihren Auftritten mühelos klangvoll füllen. Die jungen Musiker stellen das im vergangenen Jahr Erarbeitete und ihre individuelle Weiterentwicklung vor. Einige sind nicht zum ersten Mal dabei und präsentieren eine enorme Steigerung ihres Könnens.

Das vielseitig gestaltete Programm umfasst alles, was Rang und Namen hat. Zunächst sind Werke von Paganini, Tschaikowsky und Händel zu hören, gefolgt von Beethoven, Bach und Yiruma sowie von modernen Stücken. Insgesamt sind es 27 Beiträge, die das Publikum mit viel Applaus belohnt. Das Instrumentalensemble der Q 11 und Q 12 eröffnet das Kammerkonzert mit „Rondeau“ von J. B. de Boismortier. Die Auftritte zeigen: Die Schüler sind keine echten Anfänger mehr; sogar die Jüngsten überzeugen mit ihrem Spiel. Die Programmgestaltung ist technisch und musikalisch anspruchsvoll. Die Schüler spielen weich und fließend artikuliert – andere Stücke sind spannend und ziehen den Zuhörer förmlich in die Musik. Wilde Akkorde fliegen durch die Aula, Gewitterwolken gleich, um dann leicht und flaumig über die Köpfe der Zuhörer-Reihen zu flattern. Immer wieder unterstützen die Musiklehrer Martin Hauke und Johannes Müller die jungen Musiker, manchmal am Klavier, dann mit der Trompete, dem Violoncello – oder einfach nur mit dem Umblättern der Noten. Den Abschluss bildet das gelungene Zusammenspiel verschiedener Jahrgangsstufen und von Gast-Interpreten mit „Creep“ von Radiohead und „Careless Whisper“ von George Michael.

Schüler, Eltern, Lehrer, die Schulleitung, Gäste und der Förderverein können nach dem Konzert stolz sein auf ihre Akteure. Martin Hauke und Johannes Müller bedanken sich schließlich mit Blumen bei ihren Schützlingen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Am 19. Dezember sind die Reinhart-Schüler erneut zu hören, und zwar in der Hofer Sankt-Michaelis-Kirche.

Ute Michael, Frankenpost

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