Der 12.06. ist seit 2017 der bundesweite Gedenktag gegen Antisemitismus und Rassismus, an dem sich in diesem Jahr über 800 Schulen in ganz Deutschland beteiligen. Nun wirkt die Wahl des 12.06. auf den ersten Blick vielleicht etwas willkürlich, bei genauerer Betrachtung rückt jedoch direkt die Namensgeberin des Tages in den Blick: Anne Frank.
Sie überlieferte uns mit ihrem Tagebuch, das sie zwischen 1942 und 1944 schrieb, tiefsinnige Einblicke in das Leben einer jungen Jüdin, die vor Verfolgung, Angst und Terror bis in ein schmales Versteck hinter einem Schrank floh und doch am Ende verraten, gefasst und in die Konzentrationslager deportiert und ermordet wurde. Ihr Tagebuch erhielt sie am 12.06.1942 und damit an ihrem 13. Geburtstag – Dieser Tag, ihr Geburtstag, soll Jahrzehnte später als Gedenktag gegen Antisemitismus und Rassismus als Erinnerungstag genutzt werden.
Das JCRG erinnerte sich am 12.06.2026 an Anne Frank und ihre Ideale für eine diskriminierungsfreie Welt in den sechsten Klassen. So besuchten Zweier- und Dreierteams des Wahlkurses „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ alle Schülerinnern und Schüler dieser Jahrgangsstufe, welche im ersten Jahr mit dem Fach Geschichte in Berührung kommt, und lasen den Schülerinnen und Schülern aus einer altersgerechten Biografie Anne Franks vor. Auch für zahlreiche und tiefergreifende Fragen war während der Stunde Raum und Zeit.
Den Abschluss bildete der gemeinsame Besuch der im Eingangsbereich der Schule ausgestellten Anne-Frank-Ausstellung, die auch weiterhin online abrufbar.
Anne Frank schrieb selbst: „Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein“ und zeigte damit ihre Ideale einer Welt ohne Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund der Religion und/oder der Hautfarbe. Sie betont den Wert eines jeden Menschen und genau diese Ideale veranschaulicht und vertieft die Ausstellung, die durch mehrere Zeitzeugenvideos gestützt wird.
(Anna Metz)





















