Die beiden Ethikgruppen der 8. Klasse unter der Leitung von Herrn Frischholz und Frau Jäkel beschäftigten sich in diesem Schuljahr unter anderem mit dem Themenbereich Tier- und Umweltethik.
Dabei ging es auch um eine kritische Auseinandersetzung mit unserem Umgang mit sogenannten Nutztieren.
In Deutschland werden beispielsweise fast 22 Millionen Schweine gehalten, dennoch weiß der Durchschnittsbürger wenig bis gar nichts über diese Tiere: weder über die Haltungs- und Schlachtbedingungen, aber auch nichts über die Tierart an sich: Wie verhält sich ein Schwein? Sind Schweine soziale Tiere? Sind es intelligente Tiere?
Um dieses Unwissen zu ändern, machten sich die Ethiker auf den Weg zu einem Lebenshof. Hier werden Tiere aus der Tierindustrie aufgenommen und können ohne Ausbeutung und Missbrauch ihren Lebensabend genießen und arttypisches Verhalten ausleben.
Wir wurden von Anna und ihrem Team sehr freundlich empfangen und in kleinen Gruppen über den Hof geführt. Jedes Tier hat hier einen Namen, eine Geschichte, eine Persönlichkeit. Wo hat es vor seinem Leben auf Bullerbyn gelebt? Was hat es erlebt? Wie ist es auf den Lebenshof gekommen? Welche Charakterzüge hat es?
Besonders erschüttert waren die Schülerinnen und Schüler von Mielas Geschichte, einem ehemaligen Zirkuspony, welches auf Grund der Haltungsbedingungen beide Augen verloren hatte und einfach vom Zirkus zurückgelassen wurde. Auf dem Lebenshof hat es nun sein zuhause gefunden und darf hier in Frieden leben.
Durch den Besuch auf dem Lebenshof wurde ein Impuls gesetzt, sich doch noch mehr mit dem eigenen Konsum und seinen Folgen für Mit- Lebewesen auseinanderzusetzen.
Wir bedanken uns herzlich bei Anna und ihrem Team „vegan bullerbyn e.V.“ für ihre Zeit und die vielen spannenden, berührenden und nachdenklich machenden Eindrücke.
(Franziska Jäkel)





















