Wir fasten Plastik (3)

Darf ich vorstellen: Wir fasten Plastik – Ein (Blog-)Projekt der Klasse 7a.
Im Rahmen des Projekts in den Fächern Deutsch und Geografie beschäftigen wir uns mit dem Thema „Meere und Küsten Europas“. Dabei wird auch die Verschmutzung der Weltmeere betrachtet.
Wusstet Ihr, dass eine Plastikflasche 450 Jahre benötigt, bis sie sich in der Natur zersetzt hat? Da haben wir den Salat! Weil uns das so gar nicht schmeckt, fasten wir und zwar Plastik. „Fasten“ bedeutet im weitesten Sinne bewusst auf Dinge im Alltag zu verzichten, die uns selbstverständlich erscheinen und die wir häufig im Überfluss nutzen – Kunststoffe!
Im Fach Deutsch berichten wir daher ab sofort über unsere „Fastenzeit“ und bloggen wöchentlich über ein anderes Thema und die Erfahrungen, die wir dabei machen. Außerdem nehmen wir Euch mit in die Tiefen des Ozeans, dort, wo man am Ende nicht mehr im Trüben fischen muss, sondern erkennt: „Weniger ist manchmal mehr!“

Text:Marina Eckstein
Icon:Carina Reiß 7a


Thema 3 – Rezeptempfehlung: Einkaufen, kochen und backen ohne Plastik – Ein Klassiker: Der Rübli-Kuchen!

Zutaten für den Teig:
• 375g selbst geriebene Karotten (lose aus dem Bioladen)
• 250g Mehl (in der Papiertüte oder aus dem Unverpacktladen)
• 2 TL Backpulver (aus dem Unverpacktladen oder der Apotheke)
• 250g Zucker (in der Papiertüte oder aus dem Unverpacktladen)
• 250ml neutrales Öl (in der Glasflasche)
• 4 Eier (aus dem Pappkarton)
• 200g gemahlene Walnüsse/Mandeln/Haselnüsse (ganz kaufen und selbst mahlen)

Utensilien:
• 2 Metallschüsseln
• Rührgerät
• Raspel für Karotten
• 26er Springform (gefettet)

So wird’s gemacht:
Verrühre Eier, Zucker und Öl mit deinem Rührgerät. Gib die geriebenen Karotten und die gemahlenen Walnüsse hinzu.
Vermische Mehl und Backpulver in einer weiteren Schüssel und gebe diese Mischung zu den anderen Zutaten.
Fülle nun den Teig in deine gefettete Springform und backe deinen Teig bei 180°C Ober-/ Unterhitze 40- 50 min im Ofen.
Führe die Stäbchenprobe durch und lasse den Kuchen nach der Backzeit einige Minuten abkühlen!

Deko:
• 200g Puderzucker (im Papierkarton)
• Zitrone (lose aus dem Bioladen)
• Geraspelte Pistazien (lose)
• 1 geriebene Karotte (lose aus dem Bioladen)
• Wasser und Zucker zu gleichen Teilen

 

 

So wird sie gemacht:
Verrühre Puderzucker mit Zitronensaft zu einer dickflüssigen Masse und streiche diese homogen auf den erkalteten Kuchen.
Koche Wasser und Zucker sirupartig ein und köchle zarte Möhrenstreifen 2 Minuten darin. Nimm diese heraus und lasse sie abkühlen.
Verziere nun deinen Kuchen mit den Pistazien und den Möhrenstreifen.

Beitrag von Finja Weiß, 7a


Thema 2 – Die Plastiksparchallenge: Tipps und Tricks für den Alltag

Jedem von Euch ist sicherlich das Motto „Weniger ist mehr!“ ein Begriff. Wie wäre es denn damit, weniger Plastik zu verwenden und am Ende einen Mehrgewinn für sich selbst zu erzielen? Startet doch einfach Eure persönliche Plastiksparchallenge und spart so viel Plastik in Eurem Alltag ein wie nur möglich. Schon eine Umsetzungsidee parat? Nein? Dann helfen wir Euch auf die Sprünge und geben Euch ein paar Tipps und Tricks an die Hand, wie das ganz einfach gelingen kann:
1. Verwendet statt Plastikflaschen Glasflaschen! Ein Trinkwassersprudler hilft Euch!
2. Benutzt keine Plastiktüten, Papiertüten und Stofftüten sind nachhaltiger!
3. Greift zu Netzen, um Euer Obst und Gemüse zu verstauen!
4. Kauft mehr unverpackte Ware!
5. Füllt die Getränke in Mehrwegbecher und nicht in Plastikbecher!
6. Geht auf den Wochenmarkt! Dort findet ihr Obst und Gemüse ohne Verpackung!
7. Putzt Eure Zähne mit Bambuszahnbürsten!
8. Kauft Nudeln in Pappverpackungen ein!
9. Nutzt feste Shampoos, Duschgels und Waschmittel!
10. Stellt selber Putzmittel und Kernseife her oder verwendet Putztabs!
11. Metall- und Glasstrohhalme sind wiederverwendbar!
12. Papierklebeband kann das herkömmliche Plastikklebeband ersetzen!
13. Heftumschläge gibt es auch in Papierform!
14. Achtet darauf, mehr wiederbefüllbare Glasbehälter zu nutzen!
15. An Milchtankstellen könnt ihr Eure Milch in der Glasflasche kaufen!
16. Wattestäbchen gibt es übrigens auch mit Bambus!

Text: Klasse 7a, Marina Eckstein
Collage: Klasse 7a


Thema 1 – In a plastic world: So gelangt Plastik ins Meer

Hallo liebe Leser und Leserinnen. Habt ihr Euch auch schon einmal gefragt, wie Plastikmüll ins Meer gelangt? In dieser Woche haben wir uns genau damit beschäftigt.
Könnt ihr Euch vorstellen, dass 80 % des Mülls im Meer vom Land stammt? Dabei spielen Haushalte eine große Rolle, da wir bei jedem Waschgang pro synthetischem Kleidungsstück 2.000 Faserteilchen ins Abwasser leiten. Außerdem werden täglich tausende feine Kügelchen aus Mikroplastik, die sich in Peelings, Duschgel und Zahnpasta als auch in Make-Up, Lippenstift und Creme befinden, ins Meer gespült. Doch nicht nur die Haushalte können für das Plastik im Ozean verantwortlich gemacht werden, sondern auch die Industrie ist daran beteiligt, da sie oftmals große Abfallmengen an Kunststoffen bei der Plastikverarbeitung produziert, die teilweise das Abwasser erreichen. Mit Sicherheit habt auch Ihr schon einmal Müll nicht richtig entsorgt, oder? Ein weiterer Teil gelangt nämlich über falsch weggeworfenen Abfall oder verlorengegangenen Plastikmüll über Kläranlagen ebenfalls in das Abwasser. Laut WWF werden jährlich weltweit bis zu 13 Millionen Tonnen an Plastik ins Meer befördert. Das entspricht einer Lastwagenladung pro Minute, was wiederum mit einer Menge von rund 33.800 Plastikflaschen gleichzusetzen ist. Kaum vorstellbar!
Diese große Fülle an Plastik, die letztlich über die Flüsse in unsere Meere gelangt, wird von Fischen und anderen Meereslebewesen als Futter gedeutet und somit von ihnen gefressen. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich die Tiere nach dessen Aufnahme satt fühlen und dadurch keine neue, richtige Nahrung zu sich nehmen, woran diese letztlich qualvoll sterben können.
Daher verlangen wir: Fastet Plastik zum Wohl der Erde!

Text: Klasse 7a, Marina Eckstein
Bild: Carina Reiß, 7a