Weltmusikalischer Leckerbissen im „Reinhart“

Die Band Neckar Ganga gibt am Montag ein Konzert in der Schulaula. Zu erleben ist indische Musik, gepaart mit Jazz aus Europa und World Beats.

Ein ganz besonderer weltmusikalischer Leckerbissen erwartet das Publikum am Montag ab 19 Uhr: Dann macht die deutsch-indische Band Neckar Ganga Station in Hof und gibt ein Konzert in der Aula des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums.
Auf dem Programm der jeweils drei deutschen und drei indischen Musi- ker steht eine Mischung aus World Beats, europäischem Jazz und klassischer nordindischer Musik. Einer der Musiker, Jonathan Sell, stammt aus
Hof. Ihm ist es ein besonderes Anlie- gen, im Rahmen der großen Tourneen durch Indien und Europa auch immer wieder Station in seiner Hei- matstadt zu machen.
Schon 2016 und 2017 war Neckar Ganga zum Release ihres ersten Al- bums „Innad“ im Kunstkaufhaus (KKH). „Diesmal hat uns die Fußball- WM und das Public Viewing im KKH
einen Strich durch die Rechnung ge- macht“, sagt Jonathan Sell. Glücklicherweise hat aber das Reinhart-Gymnasium kurzfristig seine Aula als Veranstaltungsort zur Verfügung ge- stellt, sodass die Band zwischen ihren Konzerten in Hamburg und Berlin trotzdem noch Station in Hof machen wird. Sell ergänzt: „Da es so kurzfristig ist, verlangen wir auch keinen Eintritt, freuen uns aber über Spenden zur Deckung der Kosten.“
Nach seinem Abitur am Schiller- Gymnasium 2008 hat er sieben Jahre lang Jazz-Kontrabass in Mannheim studiert, wo er auch seine beiden Kollegen Peter Hinz (Percussion) und Steffen Dix (Saxofon) kennenlernte. Nachdem die beiden Musiker mehr- mals nach Indien gereist waren, um dort die traditionellen indischen In- strumente Tabla und Sitar zu erler- nen, luden sie 2015 ihre drei indischen Lehrer nach Mannheim ein. Während dieser Begegnung stieg Jo-
nathan Sell in die an den Ufern des Ganges entstandene Band Neckar Ganga ein.
„Unsere Stücke haben wir gemein- sam entwickelt. Sie sind ein Cross- over aus europäischem Jazz und klas- sischer nordindischer Musik, das ver- sucht, beide Musikkulturen als neues Ganzes zu spielen“, verrät Sell. Zum Einsatz kommen neben Kontrabass, Saxofon und Schlagzeug natürlich auch Tablas (Percussion) und die Si- tar zum Einsatz, „die spätestens seit den Beatles auch in den westlichen Kulturen bekannt ist und die Melo- die instrumentiert. Ebenfalls im Konzert zu erleben ist Konnakol, der typisch indische Sprechgesang, bei dem es für jeden Schlag der Tabla einen eigenen gesungenen Laut gibt.“
Wer Neckar Ganga live hören möchte, ist herzlich eingeladen, am Montag ab 19 Uhr in die Aula des Reinhart-Gymnasiums zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Christine Wild, Frankenpost

Bild: NeckarGanga