W-Seminar Geschichte: Exkursion nach Wien

w-seminarVier Teilnehmer des W-Seminars „,Euthanasie` im Dritten Reich“ machten sich Ende Juli für Recherchezwecke auf den Weg in die österreichische Hauptstadt. Im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands sowie der Wiener Nationalbibliothek durchsuchten die Schüler Akten für ihre Seminararbeit.

Mit dem wohl dunkelsten Kapitel unserer Vergangenheit beschäftigen sich die insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler des W-Seminars im Fach Geschichte – mit der Zeit des Nationalsozialismus` – genauer mit der von den Nazis vorgenommenen „Vernichtung lebensunwerten Lebens“,  der sogenannten „Euthanasie“ im NS-Staat. Vier der Teilnehmer unternahmen nun Ende Juli kurz vor den Sommerferien eine Exkursion nach Wien, um vor Ort für ihre Seminararbeit zu recherchieren. Darunter Luise Börner, die sich in ihrer Arbeit mit dem Alltag am Spiegelgrund auseinandersetzt. Am Spiegelgrund ist eine der wohl bekanntesten Jugendfürsorgeanstalten in Wien, zu der auch eine sogenannte Kinderfachabteilung gehörte, in der kranke, behinderte und „nicht erziehbare“ Kinder und Jugendliche medizinischen Versuchen ausgesetzt und gequält wurden. Mindestens 789 von ihnen wurden ermordet. Im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands und der Nationalbibliothek konnten die Schüler wertvolle Informationen zu den Opfern der NS-„Euthanasie“ sammeln, die nun für die Seminararbeit ausgewertet werden müssen.