Deutsch-tschechische Radtour 2018

Bei bestem Radlerwetter – Temperaturen um 20 Grad – machte sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen zusammen mit ihren Lehrern Herrn Hauke und Herrn Ruppin auf zur traditionellen deutsch-tschechischen Radtour.

Vorgesehen war ursprünglich eine Fahrt von Cheb/Eger nach Kynšperk nad Ohří/Königsberg an der Eger. Man fuhr deshalb zunächst mit der Bahn bis Marktredwitz, um dann bis Eger weiterzureisen und dort am Bahnhof die Gruppe vom tschechischen Partnergymnasium Ostrov/Schlackenwerth zu treffen. Doch welch ein Schreck: nachdem der Interregio aus Hof mit Verspätung abgefahren war, fuhr uns in Marktredwitz der Anschlusszug nach Cheb/Eger quasi vor der Nase weg! Ein gleichgültiges Schulterzucken der zuständigen Fahrdienstleiterin war deren einziger Kommentar.

Nun war guter Rat teuer. Doch in Windeseile machte man aus der Not eine Tugend und nach telefonischer Rücksprache mit dem tschechischen Betreuungslehrer, Herrn Fiala, fuhr man nun per Rad bis Schirnding, um sich dort mit der tschechischen Gruppe, die ihrerseits von Cheb/Eger losfuhr, am Bahnhof zu treffen. Durch wunderschöne Natur pur, zum Teil auf dem neu eröffneten Wallenstein-Radweg, zum Teil auf wenig befahrenen Landstraßen, vorbei an einem Straußen-Gehege ging es durch das Röslautal nach Schirnding, wo die tschechischen Schüler/innen mit ihren Betreuungslehrern bereits warteten. Nach einer kurzen Pause fuhr man dann zusammen weiter nach Cheb/Eger. Besonders beeindruckend war hierbei sicherlich die Fahrt durch das frühere „Niemandsland“ auf der tschechischen Seite der Grenze, aber auch die Passage an der Talsperre „Skalka“.

Im historischen Cheb/Eger angekommen wurde dann im „Špalíček“ (Stöckel) am Marktplatz – er gilt als einer der schönsten in der gesamten Tschechischen Republik – eingekehrt. Hier gab es eine besondere Überraschung: sämtliche Teilnehmer/innen – Tschechen wie Deutsche, Lehrer wie Schüler – waren zum Mittagessen von der Stadt Ostrov/Schlackenwerth eingeladen!

Nach der etwa eineinhalbstündigen Mittagspause radelte man gemeinsam zum Egerer Bahnhof, wo sich die Wege wieder trennten. Von hier bis Marktredwitz war es eine sehr angenehme Fahrt, ab Marktredwitz ging es leider in einem total überfüllten Zug zurück nach Hof. Wir nahmen es mit Humor.

Ein aufregender, aber wunderschöner Tag war trotz (anfänglicher) Widrigkeiten zu Ende gegangen.

Martin HAUKE

20180619DCZ-Radtour

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