Auf den Spuren von Goethe und Schiller – Impressionen aus Weimar

weimar„Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden“, meinte einst Goethe. Und ganz getreu dieses Zitats machte sich die Q11 am vergangenen Dienstag trotz erneuter Sturmwarnung auf den Weg nach Weimar, um den Spuren Goethes und Schillers zu folgen.

Schlägt man die Tagespresse auf, so erschlagen den Leser fast die Meldungen über das politische Durcheinander in Thüringen. Dass Weimar als zentral gelegene Stadt in diesem Bundesland aber auch als das Wahrzeichen der Epoche der Klassik mit ihren bekannten Vertretern Goethe und Schiller schlechthin gilt, mag dabei schnell in Vergessenheit geraten. Nicht so aber bei den Schülerinnen und Schülern der Q11, die zwar im Deutschunterricht der Oberstufe viel theoretisches Wissen über die Weimarer Klassik erwerben, nun aber die Gelegenheit hatten, sich live vor Ort ein eigenes Bild von dieser humanistisch-kulturellen Bewegung zu machen.

So folgten wir den Spuren Goethes und seines Freundes Schiller. Den Anfang nahm dabei die Besichtigung der imposanten, im Rokokostil erbauten Herzogin-Amalia-Bibliothek, in der Goethe selbst als Bibliothekar tätig war. Der anschließende Besuch des Goethe-Nationalmuseums lieferte wertvolle Einblicke in die gesellschaftlichen Umstände während Goethes Lebenszeit aber v.a.  auch in die Person Goethes. So erfuhren wir viel Persönliches über den wohl wichtigsten Vertreter unserer eigenen Kultur:  sein politisches Verständnis, seinen Freundeskreis, sein Schriftsteller- und Künstlerdasein, seine Tätigkeit als Wissenschaftler und zuletzt auch sein ganz privates Liebesleben, was den ein oder anderen unter uns doch zum Schmunzeln brachte. In dem sich an das Nationalmuseum angrenzenden und im Barockstil errichteten Wohnhaus Goethes konnten wir uns nun ein eigenes Bild von dem Künstler, dessen Werke wir im Deutschunterricht studieren, machen. Aber was wäre Goethe, der sich selbst einst fragte: „Aber was wäre ich denn, wenn ich nicht immer mit klugen Leuten umgegangen wäre und von ihnen gelernt hätte?“ ohne Schiller? Genau aus diesem Grund stand für unseren Besuch in Weimar auch noch Schillers Wohnhaus, das wir mithilfe eines Audioguides selbst erkunden konnten, auf dem Programm.

Weil aber so viel Kultur auch anstrengend sein kann, gönnten wir uns vor unserer Heimreise noch eine ausgiebige Mittags-/Nachmittagspause sowie einen kleinen Stadtbummel, bevor wir Goethe und Schiller auf Wiedersehen sagten.