3. Preis für „Schule ohne Rassismus“-Team bei Landeswettbewerb

Erinnerungszeichen„Der Geschichte ein Gesicht geben“ – unter diesem Motto fand der vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte ins Leben gerufene Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen – Erforscht die Geschichte und Kultur eurer Heimat!“ statt. Im Ergebnis zeichnete die Landesjury den Beitrag des Reinhart-Gymnasisums unter 130 Einsendungen mit einem 3. Preis aus. Acht Schülerinnen des Wahlfaches „Schule ohne Rassismus“ reichten ihr bereits mehrfach prämiertes Projekt zur Familie Franken ein und beeindruckten mit ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Schicksal der jüdischen Familie aus Hof die Landesjury, weil es den Teilnehmerinnen mit ihrem Beitrag gelang, der Geschichte ein persönliches Gesicht zu geben, „das sie dem Verblassen von Erinnerungen und dem Tod der letzten Zeitzeugen des NS-Regimes entgegenstellen“, so die Begründung in der Laudatio. In ihrem Wettbewerbsbeitrag präsentieren die Schülerinnen, so weiter die Laudatio der Landesjury, „eine vielschichtige Auseinandersetzung mit einer Hofer jüdischen Familie, die zudem beeindruckend reflektiert, wo die Grenzen historischen Forschens sind, was man erfahren kann – und was vor dem Hintergrund der eigenen, ganz anderen Erfahrungen nicht mehr nachempfindbar ist.“
Zwar mussten die Schülerinnen auf die geplante Preisverleihung im Bayerischen Landtag durch Kultusminister Prof. Dr. Piazolo sowie Landtagspräsidentin Ilse Aigner coronabedingt verzichten, wurden aber dennoch mit einem Preisgeld von 300 Euro entschädigt. Dieses sowie die noch am letzten Schultag ausgeteilten Urkunden hatten sich die Teilnehmerinnen des Wahlfaches „Schule ohne Rassismus“ mit ihrer „ausgesprochen kreativen Beschäftigung mit dem Lebensweg der Familie Franken“, wie es die Jury konstatierte, auch redlich verdient:

„Eure kreativen Beiträge zu den einzelnen Familienmitgliedern berühren und stimmen nachdenklich – eine gelungene Umsetzung des Wettbewerbsmottos! Herzlichen Glückwunsch zum Dritten Landespreis!“

Lisa Bär